IDM

Was ist IDM? Was bedeutet IDM? Definition IDM im Umfeld der Inbetriebnahme - IBN - Inbetriebnahme.eu

IDM = Induk­ti­ver Durch­flussmesser

Sie­he auch MID.

Was ist ein induk­ti­ver Durch­fluss­mes­ser (IDM)?

Ein induk­ti­ver Durch­fluss­mes­ser (IDM) ist ein hoch­ent­wickel­tes Instru­ment, das in der Mess- und Regel­tech­nik ein­ge­setzt wird, um den Durch­fluss von elek­trisch leit­fä­hi­gen Flüs­sig­kei­ten in Rohr­lei­tun­gen zu bestim­men. Die Funk­ti­ons­wei­se eines induk­ti­ven Durch­fluss­mes­sers basiert auf dem Fara­day­schen Gesetz der elek­tro­ma­gne­ti­schen Induk­ti­on, wel­ches besagt, dass eine Span­nung indu­ziert wird, wenn ein elek­tri­scher Lei­ter sich durch ein magne­ti­sches Feld bewegt. Im Kon­text eines IDM wird die zu mes­sen­de Flüs­sig­keit als elek­tri­scher Lei­ter betrach­tet, der sich durch ein vom Mess­ge­rät erzeug­tes magne­ti­sches Feld bewegt.

Grund­le­gen­de Kon­struk­ti­on und Funk­ti­ons­prin­zip des IDM

Die grund­le­gen­de Kon­struk­ti­on eines induk­ti­ven Durch­fluss­mes­sers umfasst typi­scher­wei­se ein nicht­ma­gne­ti­sches Rohr­stück, das in die Rohr­lei­tung inte­griert wird, durch die die Flüs­sig­keit fließt. Um die­ses Rohr­stück her­um wer­den Elek­tro­ma­gne­te ange­bracht, die ein kon­stan­tes magne­ti­sches Feld quer zur Fließ­rich­tung der Flüs­sig­keit erzeu­gen. An zwei gegen­über­lie­gen­den Sei­ten des Roh­res wer­den Elek­tro­den posi­tio­niert, die dazu die­nen, die durch die Bewe­gung der leit­fä­hi­gen Flüs­sig­keit im Magnet­feld indu­zier­te Span­nung zu mes­sen. Die­se Span­nung ist direkt pro­por­tio­nal zur Fließ­ge­schwin­dig­keit der Flüs­sig­keit und damit zum Volumenstrom.

Viel­sei­tig­keit und Anwen­dungs­be­rei­che des IDM

Eine der her­aus­ra­gen­den Eigen­schaf­ten des induk­ti­ven Durch­fluss­mes­sers ist sei­ne Fähig­keit, Flüs­sig­kei­ten mit einer brei­ten Palet­te von Leit­fä­hig­kei­ten zu mes­sen, von hoch­rei­nen Was­ser­ar­ten bis hin zu stark leit­fä­hi­gen Che­mi­ka­li­en. Dies macht den IDM zu einem viel­sei­tig ein­setz­ba­ren Instru­ment in ver­schie­de­nen Indu­strie­be­rei­chen, wie der Chemie‑, Pharma‑, Lebens­mit­tel- und Geträn­ke­indu­strie sowie in der Was­ser- und Abwasserbehandlung.

Vor­tei­le des induk­ti­ven Durchflussmessers

Die Vor­tei­le eines induk­ti­ven Durch­fluss­mes­sers lie­gen nicht nur in sei­ner Viel­sei­tig­keit, son­dern auch in sei­ner hohen Genau­ig­keit und Zuver­läs­sig­keit. Im Gegen­satz zu ande­ren Durch­fluss­mess­ver­fah­ren, die mög­li­cher­wei­se durch Par­ti­kel oder Abla­ge­run­gen in der Flüs­sig­keit beein­träch­tigt wer­den, hat die Beschaf­fen­heit der Flüs­sig­keit (sofern sie elek­trisch leit­fä­hig ist) wenig Ein­fluss auf die Mess­ge­nau­ig­keit eines IDM. Zudem kom­men bei die­sem Mess­prin­zip kei­ne beweg­li­chen Tei­le zum Ein­satz, was zu einer hohen Lang­le­big­keit und gerin­gem War­tungs­auf­wand führt.

Berüh­rungs­lo­se Mes­sung und Hygiene

Ein wei­te­rer wesent­li­cher Vor­teil ist die berüh­rungs­lo­se Mes­sung, die eine Kon­ta­mi­na­ti­on der Flüs­sig­keit ver­hin­dert. Dies ist beson­ders in Anwen­dun­gen wich­tig, wo Hygie­ne eine gro­ße Rol­le spielt, wie in der Lebens­mit­tel- und Phar­ma­in­du­strie. Die Fähig­keit, Mes­sun­gen unter hohem Druck und bei ver­schie­de­nen Tem­pe­ra­tu­ren durch­zu­füh­ren, erwei­tert das Anwen­dungs­spek­trum des IDM zusätzlich.

Aus­wahl und Installation

Trotz der vie­len Vor­tei­le müs­sen bei der Aus­wahl und Instal­la­ti­on eines induk­ti­ven Durch­fluss­mes­sers ver­schie­de­ne Fak­to­ren berück­sich­tigt wer­den, wie die elek­tri­sche Leit­fä­hig­keit der Flüs­sig­keit, die che­mi­sche Ver­träg­lich­keit der Mate­ria­li­en des Mess­ge­rä­tes mit der Flüs­sig­keit, sowie die phy­si­ka­li­schen Bedin­gun­gen des Ein­satz­or­tes. Die kor­rek­te Aus­le­gung und Kali­brie­rung des Gerä­tes sind ent­schei­dend für die Genau­ig­keit der Messung.

Zusam­men­fas­sung

Zusam­men­fas­send bie­tet der induk­ti­ve Durch­fluss­mes­ser eine zuver­läs­si­ge, genaue und war­tungs­ar­me Lösung zur Mes­sung des Durch­flus­ses elek­trisch leit­fä­hi­ger Flüs­sig­kei­ten. Sei­ne Fähig­keit, unter einer Viel­zahl von Bedin­gun­gen zu funk­tio­nie­ren, macht ihn zu einem unver­zicht­ba­ren Werk­zeug in vie­len indu­stri­el­len Prozessen.

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